Rebenzunft Egg

 

Geschichtliches zu Reben und Wein in Egg Dass in Egg schon im frühen Mittelalter Reben angebaut wurden, lässt sich vermuten. Dass keine schriftlichen Zeugnisse vorliegen, deutet darauf hin, dass der Rebbau nicht verbreitet war und wohl von einzelnen Bauern in kleinem Massstab betrieben wurde. Erste belegte Hinweise stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.
1743 Neubau der Kirche bis auf Chor und Turm. Das alte pfarrhaus wurde abgerissen und Reben gepflanzt. Es wurde ein Rebhäuschen gebaut, das noch heute existiert. 1771 Hungersnot und hohe Preise "1 Eimer schlächt sur Wein" stieg von 8 auf 14 Gulden. Anfang 1800 Pfarrer Hafner beklagt sich bei der Finanzkommission über die schlechte Qualität des Weines, den er vom Amt Küsnacht(!) als Teil seines Lohnes bezog. Es stellt sich die Frage, wie wohl die Qualität des Egger Weines war, dass man des Pfarrers Wein aus Küsnacht bezog. 1821 Bau der heutigen Kirche. Das Rebhäuschen ist also älter als die Kirche. 1881 Höhepunkt der Ausdehnung der Egger Rebberge. 71 Bauern bewirtschafteten rund 10ha. Am meisten Reben gediehen mit 17,5 a am Esslinger Drittenberg. Der Rebrain (Kirche) umfasste 46a. Viele Missernten, falscher Mehltau, Traubenwickler, Hagelschläge und Kälteeinbrüche bewirkten den raschen Rückgang im Egger Rebbau. Dazu kam der Import ausländischer Weine. Innerhalb von rund 20 Jahren ging die Rebfläche auf rund 50a zurück. 1911 Die Wittwe Maurer rodete die letzten Stöcke bei der Kirche. Damit hatte das Rebhäuschen ausgedient. Es diente später den Pfarrern als Vorbereitungsraum für Gottesdienst und Abendmahl. Heute benützen die Mitglieder der Rebenzunft das Rebhäuschen als Unterstand bei schlechtem Wetter und als Möglichkeit, bei Kälte und Hitze ein Gläschen Wein am "Schärme" zu trinken. aus: Heinrich Müller, Egg bei Zürich, Verlag Manus AG (1975)

Rebenzunft Egg

 

Geschichtliches zu Reben und Wein in Egg Dass in Egg schon im frühen Mittelalter Reben angebaut wurden, lässt sich vermuten. Dass keine schriftlichen Zeugnisse vorliegen, deutet darauf hin, dass der Rebbau nicht verbreitet war und wohl von einzelnen Bauern in kleinem Massstab betrieben wurde. Erste belegte Hinweise stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. 1743 Neubau der Kirche bis auf Chor und Turm. Das alte pfarrhaus wurde abgerissen und Reben gepflanzt. Es wurde ein Rebhäuschen gebaut, das noch heute existiert. 1771 Hungersnot und hohe Preise "1 Eimer schlächt sur Wein" stieg von 8 auf 14 Gulden. Anfang 1800 Pfarrer Hafner beklagt sich bei der Finanzkommission über die schlechte Qualität des Weines, den er vom Amt Küsnacht(!) als Teil seines Lohnes bezog. Es stellt sich die Frage, wie wohl die Qualität des Egger Weines war, dass man des Pfarrers Wein aus Küsnacht bezog. 1821 Bau der heutigen Kirche. Das Rebhäuschen ist also älter als die Kirche.
1881 Höhepunkt der Ausdehnung der Egger Rebberge. 71 Bauern bewirtschafteten rund 10ha. Am meisten Reben gediehen mit 17,5 a am Esslinger Drittenberg. Der Rebrain (Kirche) umfasste 46a. Viele Missernten, falscher Mehltau, Traubenwickler, Hagelschläge und Kälteeinbrüche bewirkten den raschen Rückgang im Egger Rebbau. Dazu kam der Import ausländischer Weine. Innerhalb von rund 20 Jahren ging die Rebfläche auf rund 50a zurück. 1911 Die Wittwe Maurer rodete die letzten Stöcke bei der Kirche. Damit hatte das Rebhäuschen ausgedient. Es diente später den Pfarrern als Vorbereitungsraum für Gottesdienst und Abendmahl. Heute benützen die Mitglieder der Rebenzunft das Rebhäuschen als Unterstand bei schlechtem Wetter und als Möglichkeit, bei Kälte und Hitze ein Gläschen Wein am "Schärme" zu trinken. aus: Heinrich Müller, Egg bei Zürich, Verlag Manus AG (1975)